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Gemeinsame Mahlzeiten helfen zur Strukturierung des Alltags. Der Familientisch kann zu einem Ort für Austausch, Gemütlichkeit und Entspannung werden.
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Stellt gemeinsam einen Wochenplan auf und verteilt die Aufgaben, die anfallen. (Wer macht wann den Spüldienst, wann hilft wer beim Kochen?)
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In der Küche können schon die Kleinsten lernen, experimentieren und mithelfen. Sie können den Tisch decken, das Obst/Gemüse waschen oder zerkleinern. Wiegt gemeinsam die Zutaten ab und vermischt sie.

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Milch ist wichtig. Sie enthält Calcium, das besonders für die Zähne und das Knochenwachstum wichtig ist.
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Schicke dein Kind nicht ohne Essen ins Bett. Genauso wenig solltest du darauf bestehen, dass es immer aufisst. Lerne, wann dein Kind quengelt und wann es wirklich keinen Hunger mehr hat.
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Viele Produkte, die angeblich extra für Kinder sind, enthalten zu viel Zucker. Schau auf das Etikett: die zuerst genannte Zutat ist am meisten enthalten.
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Wasser löscht den Durst gut, ist preiswert und hat keine Kalorien! Limonade oder Eistee enthalten dagegen viel Zucker und Säure. Das greift Zähne und Zahnschmelz an und kann zu Übergewicht führen.
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Zucker kann auch dafür sorgen, dass dein Kind besonders aufgedreht und unruhig ist. Zuckerhaltige Lebensmittel, Getränke und Süßigkeiten sollten also nur selten genossen werden.
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Süßigkeiten und Snacks zählen zu der Spitze der Ernährungspyramide, dein Kind sollte davon nicht zu viel essen.

Und noch zwei weitere Tipps

Tricks zu Süßigkeiten
  • Setze Süßigkeiten nicht als Druckmittel ein, das macht die Naschereien nur noch interessanter.
  • Nutze Süßes nicht als Trostmittel, ansonsten übernimmt dein Kind die Angewohnheit, in schlechten Situationen zu naschen.
  • Snacks und Süßes sollten bewusst gegessen werden. Zum Beispiel kannst du eine Naschzeit oder -box einführen, aus der dein Kind immer zu einer verabredeten Zeit bestimmte Mengen herausnehmen darf.
  • Lege einmal pro Woche fest, wie viel insgesamt genascht werden darf. Die Kleinen können bestimmen, was sie gerne essen wollen und ihr solltet darüber sprechen, welche Menge noch gesund ist. Außerdem lernen die Kinder so, sich Süßigkeiten einzuteilen und nicht alle auf einmal zu essen.
Tricks zum Frühstück

Das Frühstück – die Grundlage für einen guten Start in den Tag. Dein Kind sollte nicht ohne Frühstück aus dem Haus gehen. Wenn dein Kind morgens noch nichts essen möchte, solltest du es aber auch nicht zwingen. Biete lieber eine warme Milch oder etwas Müsli an. Aber Achtung! Fällt die erste Mahlzeit des Tages kleiner aus, dann achte darauf, dass dein Kind in der Frühstückspause im Kindergarten oder in der Schule eine ausreichende und ausgewogene Mahlzeit zu sich nimmt.

Besonders in der Schule ist es wichtig, dass dein Kind ein Pausenbrot mitnimmt. Denn wo viel gedacht wird, wird auch viel Energie benötigt. Wenn du deinem Kind ein Pausenbrot schmierst, kannst du zudem sicherstellen, dass die Brotzeit auch wirklich ausgewogen ist. Viele Kinder geben ihr Pausengeld lieber für Süßigkeiten aus, statt sich einen gesunden Pausensnack zu kaufen.

Regeln für das gemeinsame Essen und Kochen

Ablauf zum gemeinsamen Essen

Damit die gemeinsame Mahlzeit zu einem schönen Ritual werden kann, bedarf es einiger Regeln am Esstisch. Wir haben hier die wichtigsten Regeln für euch zusammengestellt. Wenn du möchtest, kannst du die Regeln ausdrucken und bei euch in der Küche aufhängen. Manchen Kindern fällt es leichter, Regeln zu akzeptieren, wenn sie schriftlich zu sehen sind.

  1. Alle essen gemeinsam.
  2. Der Fernseher bleibt während des Essens ausgeschaltet.
  3. Das Essen wird gemeinsam vorbereitet.
  4. Der Tisch wird gemeinsam gedeckt und abgeräumt.
  5. Während des Essens werden keine Probleme besprochen, keine Vorwürfe gemacht, nicht gestritten, das verdirbt allen den Appetit.
  6. Aber: Redet während des Essens über euren Tag und tauscht euch über die Ereignisse aus.

Wichtiges

Worauf muss ich beim gemeinsamen Kochen achten?

Klärt vorab die Aufgabenverteilung. Damit beim Kochen weniger Stress entsteht, ist es empfehlenswert, die notwendigen Materialien (zum Beispiel Brettchen, Töpfe, Salatschüssel) und Lebensmittel vorab bereitzustellen. Bevor ihr mit dem Kochen beginnt, solltet ihr lange Haare zusammen binden, Hände gründlich waschen, Ärmel hochkrempeln und die Arbeitsfläche säubern. Du weißt am besten, was dein Kind schon alles kann, dennoch solltest du darauf achten, dass dein Kind am heißen Herd extra vorsichtig ist und beim Schneiden von Obst und Gemüse den Krallengriff anwendet. Besonders anfangs solltest du dein Kind nicht alleine schneiden lassen – am besten übt ihr gemeinsam an einer Banane mit einem Speisemesser. Beim Krallengriff werden die drei mittleren Finger wie eine „Kralle“ auf das Lebensmittel gesetzt, die andere Hand schneidet mit dem Messer. Unten findest du dazu ein Video!

Was ist, wenn mein Kind nur bestimmte Sachen essen will?

Die meisten Kinder haben einmal eine Phase, in der sie nur ganz bestimmte Lebensmittel essen wollen, deshalb solltest du dich nicht zu sehr sorgen.
Wenn dein Kind sagt, dass ihm etwas nicht schmeckt, solltest du es ernst nehmen und es nicht zwingen etwas zu essen, das es gar nicht mag. Biete deinem Kind aber trotzdem immer wieder verschiedene Dinge zum Probieren an.

Die Optik macht´s: Wenn du möchtest, dass dein Kind einmal etwas Neues probiert, dann richte es einfach ganz besonders schön auf dem Teller an. Mit Plätzchenausstechern lassen sich Brot, Obst, Gemüse und Käse in witzige Formen bringen, so macht das Essen gleich doppelt Spaß.

Und wie immer gilt: Du bist das Vorbild. Wenn du ganz selbstverständlich vielseitig isst, dann wird auch dein Kind auf den Geschmack kommen.

Was ist, wenn mein Kind zu wenig trinkt?

Kinder vergessen oft vor lauter Spielen das Trinken. Doch schon bei einem leichten Wassermangel sinken Konzentration und Leistungsfähigkeit und es können Schwindel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten.
Deshalb achte auf Folgendes:

  • Zu jeder Mahlzeit gehören auch Getränke.
  • Biete deinem Kind zwischendurch immer mal wieder Wasser an und ermuntere es zum Trinken.
  • Gib deinem Kind immer eine Trinkflasche mit, wenn ihr unterwegs seid oder es in den Kindergarten oder die Schule geht.
Wie kriege ich mein Kind dazu, Obst und Gemüse zu essen?

Obst und Gemüse sind wichtig, dein Kind kann davon reichlich essen. Es gibt einige Tricks, mit denen du dein Kind von Obst und Gemüse überzeugst:

  • Biete Obst und Gemüse in mundgerechten Stücken an.
  • Reiche rohes Obst und Gemüse als Snack zwischendurch und als Beilage zum Essen.
  • Gemüsesticks mit einem leckeren Dip kommen bei Kindern meist gut an.
  • Wenn sich dein Kind vehement gegen Gemüse wehrt, kannst du es auch in geraspelter oder pürierter Form in Saucen, Suppen oder Aufläufen verstecken.
  • Salat lässt sich durch Obst versüßen – so wird er für Kinder schmackhafter.
  • Ihr könnt auch gemeinsam ein lustiges Ratequiz machen. Nimm dazu ein großes Bettlaken oder eine Tischdecke, und verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Lege diese bunt gemischt auf den Tisch und bedecke alles, verbinde deinem Kind die Augen und lass es die unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten durch Tasten erraten. Wenn dein Kind glaubt, dass es eine Frucht oder ein Gemüse erkannt hat, schneide ein Stückchen ab und lass dein Kind probieren!
Was tue ich, wenn mein Kind zu dick ist?

Da Kinder noch wachsen, brauchen sie mehr Energie. Allerdings können zu viel Essen und wenig Bewegung auch bei Kindern zu Übergewicht führen. Nicht ganz unbedeutend ist dabei die erbliche Veranlagung, allerdings entscheidet der Lebensstil, ob die Veranlagung zum Tragen kommt.

Überprüft deshalb euren Lebensstil:

  • Was wird gegessen? Vermeide Fertigprodukte. Selbst kochen ist meist sogar günstiger und bedeutet weniger Aufwand als du denkst.
  • Wie wird gegessen? Wird das Essen vor dem Fernseher nebenbei verzehrt oder bewusst zu sich genommen? Dein Kind sollte lernen zu erkennen, wann es satt ist und nicht zu viel oder wenig essen!
  • Wie oft gibt es Süßigkeiten? Hat dein Kind jederzeit Zugriff auf Süßigkeiten? Bewahre Süßigkeiten so auf, dass dein Kind nicht ständig in Versuchung kommt, davon zu naschen. Wenn es etwas möchte, kann es dich fragen und du entscheidest was und wie viel es bekommt. Halte dich an den Plan, den ihr vorher vielleicht gemeinsam aufgestellt habt.
  • Wo könntest du Fett einsparen? Überlege dir wie viel Butter oder Öl du zum Kochen verwendest. Auch in Lebensmitteln können viele Fette versteckt sein, schau dabei auf das Etikett eines Produktes.
  • Wie viel Bewegung hat dein Kind? Weniger zu essen ist schwer, daher ist es leichter, dein Kind zu mehr Bewegung zu motivieren. Unternehmt gemeinsame Spaziergänge oder geht Radfahren.
  • Ihr könnt auch das Angebot einer Ernährungsberatung nutzen, das viele Krankenkassen für Familien anbieten. Frage auch deinen Kinderarzt.
Was ist bei Lebensmittelallergien zu tun?

Wenn du vermutest, dass dein Kind allergisch auf bestimmte Lebensmittel reagiert, solltest du deine Bedenken auf jeden Fall eurem Kinderarzt mitteilen, damit ein Allergietest erfolgen kann. Allergien können sich auf sehr unterschiedliche Arten äußern. Es ist zum Beispiel möglich, dass dein Kind Magenbeschwerden wie Bauchweh, Übelkeit oder sogar Erbrechen oder Durchfall hat. Genau so können aber plötzlich auftretender Hautausschlag, ein Kratzen im Hals, Rötungen, Brennen und Jucken der Haut, Schnupfen oder tränende Augen auf eine Allergie hinweisen. Doch auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen können erste Anzeichen sein. Ist eine Allergie besonders ausgeprägt, kann es zu einem sogenannten allergischen Schock kommen, in einem solchen Fall ist schnelles Handeln unerlässlich. Die stabile Seitenlage sollte hier angewendet werden. Anzeichen für solch eine heftige allergische Reaktion sind Husten, Kratzen im Hals und Schwierigkeiten beim Atmen. Rufe in diesem Fall unter 112 sofort einen Notarzt zu Hilfe.

Nützliche Videos

Sieh dir hier ein Video zum oben erklärten Krallengriff an:

Webseiten und Kontakte

Wichtige Internetseite

Hier findest du noch ein Video mit Erklärungen zur Ernährung:

Wichtige Rufnummer

Im Falle einer Lebensmittelallergie:

Notruf: 112

Und noch mehr Bücher

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