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Das „Trocken-Werden“

Eltern sind natürlich sehr froh wenn ihre Kinder endlich alleine aufs Töpfchen gehen können. Es bedeutet ja das Ende des ewigen Wickelns. Eine große Erleichterung. Bis das aber reibungslos funktioniert, dauert es meist ein wenig. Inklusive kleiner und größerer Missgeschicke. Hier haben wir eine ganze Reihe an Tipps und Tricks für das „Trocken-Werden“ zusammengefasst. Viel Erfolg.

Die wichtigsten Tipps zuerst

Bildnummerierung eins
Sei ein Vorbild. Kinder sind von Natur aus neugierig. Wenn es dich oder seine Geschwister auf die Toilette begleiten möchte, lasse es zu.
Bildnummerierung zwei
Achte auf die Signale deines Kindes, dass es auf die Toilette muss.
Bildnummerierung drei
Setze dein Kind nicht unter Druck, auf die Toilette zu gehen. Es wird soweit sein, wenn es reif genug ist.
Bildnummerierung vier
Ein Töpfchen im Bad dient als gutes und kindgerechtes Hilfsmittel.
Bildnummerierung fünf
Lasse die Windel vorerst nachts noch an, auch wenn dein Kind tagsüber schon trocken ist.
Bildnummerierung sechs
Lobe dein Kind, wenn es sich selbstständig aufs Töpfchen oder die Toilette setzt.
Bildnummerierung sechs
Schimpfe oder bestrafe dein Kind nicht, wenn doch mal ein kleines Malheur passiert.
Bildnummerierung sechs
Vermittle deinem Kind Ruhe und Gelassenheit. Das wird ihm helfen, sich wohl zu fühlen und dir seine Signale zu zeigen.
Bildnummerierung sechs
Übt spielerisch den Toilettengang. So ist deinem Kind der ganze Prozess schon bekannt.
Bildnummerierung sechs
Lasse im Sommer oder drinnen immer öfter mal die Windel weg. Dein Kind fühlt sich befreiter und die Windel wird immer unattraktiver.

Fragen und Antworten

Wann müssen Kinder trocken werden?
Wann die Umstellung von der Windel auf das Töpfchen geschieht, kann nicht pauschal gesagt werden. Dies hat den Grund, dass Kinder die bewusste Kontrolle über ihre Harnblase erst mit der Reifung des Nervensystems gewinnen. Das ist ein längerer Prozess und kann nicht von heute auf morgen geschehen. Kinder müssen erst lernen, ihren Harndrang bewusst wahrzunehmen. Dieses Bewusstsein entwickeln Kinder in ganz unterschiedlichen Altersphasen, daher sollte man das Kind auch nicht unter Druck setzen.
Wie erkenne ich, dass mein Kind auf die Toilette muss?

Dein Kind strahlt verschiedene Zeichen aus, wenn es nötig auf die Toilette muss. Diese Zeichen können sein: Dein Kind…

  • trippelt auf der Stelle
  • fasst sich an die Windel
  • zeigt auf die Toilette oder das Badezimmer
  • versucht die Tür des Bads zu öffnen
  • verzieht sein Gesicht
  • sagt, dass es auf Toilette muss
Mein Kind ist immer noch nicht trocken. Wann sollte ich zum Kinderarzt gehen?

Es ist ganz normal, dass Eltern sich Sorgen machen, wenn ihr Kind nach ihrem Befinden immer noch nicht trocken ist und einfach nicht auf die Toilette gehen will. Kinder entwickeln sich ganz unterschiedlich schnell, daher ist es völlig in Ordnung, wenn ein Kind schneller aufs Töpfchen geht und ein anderes Kind erst eventuell sogar ein paar Jahre später. Das „Trockenwerden“ hängt mit vielen verschiedenen Umständen zusammen, dem entwicklungspsychologischen Reifeprozess und auch verschiedenen Einflüssen in der Umgebung des Kindes. Es ist aus diesem Grund wichtig, dass du dein Kind nicht mit anderen Kindern vergleichst. „Im Alter von fünf Jahren sind nur etwa 90 Prozent aller Kinder bereits trocken“ (Kinderarzt Dr. Helmut Niederhoff). Erst wenn dein Kind zu Schulbeginn noch nicht „trocken“ ist, kannst du dich mit deinem Kinderarzt beraten, ob eventuell andere körperliche Ursachen vorliegen.

Sollte mein Kind erst an das Töpfchen gewöhnt werden oder gleich an die Toilette?

Ob dein Kind zuerst das Töpfchen nutzen soll oder gleich die Toilette, bleibt dir überlassen. Beides hat seine Vorteile. Das Töpfchen ist flexibel einsetzbar und dein Kind kann dir jederzeit einfach zeigen, dass es muss. Allerdings musst du hier den Prozess zweimal durchführen. Von der Windel zum Töpfchen und vom Töpfchen zur Toilette. Das kann aber auch ganz schnell gehen. Wichtig ist nur, dass sich dein Kind auf dem jeweiligen „Örtchen“ wohl und sicher fühlt. Nur dann wird es sich daran gewöhnen, seine Signale zu zeigen und aufs Töpfchen oder die Toilette zu gehen.

Das Töpfchen-Training

1. Schritt:

Finde heraus, ob dein Kind schon bereit ist, auf das Töpfchen zu gehen. Signalisiert es dir, dass es „muss“? Interessiert es sich bereits für die Toilette? Dein Kind sollte sich schon selbstständig die Hose an- und ausziehen können und auch nach dem Mittagsschlaf immer öfter eine trockene Windel haben.

2. Schritt:

Besorge die richtige Ausstattung für dein Kind. Ob du ein Töpfchen oder einen speziellen Toilettenaufsatz kaufst, ist dir überlassen. Wichtig ist nur, dass es/er stabil und sicher steht, damit dein Kind sich auch sicher fühlen kann, es/ihn zu benutzten.

3. Schritt:

Lasse den Besuch auf dem Töpfchen zur Routine werden. Setzte dein Kind einfach ein paar Mal am Tag drauf und lasse es zu einem tollen Erlebnis werden. Singt zusammen oder lobe dein Kind besonders. Wenn es ihm nicht gefällt, dann ist das auch völlig in Ordnung. Dränge dein Kind nicht.

4. Schritt:

Erkläre deinem Kind, warum es das Töpfchen oder die Toilette benutzen kann. Wohin verschwindet alles? Kinder finden das faszinierend und werden sich noch mehr dafür interessieren.

5. Schritt:

Ermutige dein Kind, dir zu zeigen, wann es aufs Töpfchen gehen muss. Überlasse deinem Kind die Entscheidung, ob es mit dir oder ob es schon alleine gehen möchte.

6. Schritt:

Lasse dein Kind zeitweise zu Hause normale Unterwäsche tragen. Dein Kind wird dies lieber mögen, als die Windeln. Es wird zusätzlich angespornt, auf die Toilette zu gehen.

7. Schritt:

Wenn dein Kind tagsüber schon überwiegend oder gänzlich trocken ist, dann wird die Nacht zur nächsten Herausforderung. Es ist ganz normal, dass dein Kind es in der Nacht nicht genauso schnell schaffen wird, trocken zu werden. Gib deinem Kind viel Zeit und sage ihm, dass es dir jederzeit Bescheid sagen kann.

Spielerische Ideen für das aufs Töpfchen gehen

Aufkleber sammeln

Jedes Mal, wenn das Töpfchen benutzt wurde, dann kann sich dein Kind einen Aufkleber nehmen und ihn an einem Gegenstand ankleben. Wenn eine bestimmte Menge erreicht ist, bekommt dein Kind eine kleine Überraschung. In der Bücherbox zum Thema „Trocken werden“ ist ein Poster mit Konfetti Stickern, für genau diesen Zweck.

Zielscheibe

Lege etwas wasserlösliches Konfetti, Rasierschaum oder bunte Eiswürfel in die Toilette. Für dein Kind wird es das Größte sein, wenn es sein Ziel treffen kann.

Töpfchen-Lektüre

Lasse dein Kind sich zwei oder drei Bilderbücher aussuchen, die es sich gezielt immer auf dem Töpfchen anschauen kann. So hat dein Kind noch einen zusätzlichen Anreiz, das Töpfchen zu besuchen.

Lieder singen

Sucht euch ein bestimmtes Lied, dass ihr besonders mögt und singt es zusammen auf dem Töpfchen. Alternativ könnt ihr euch auch einen besonders tollen Reim zusammendichten.

Kette basteln

Dein Kind kann sich für jeden Töpfchen-Gang eine Perle auffädeln. Es wird sich freuen, wie schnell es eine hübsche, selbstverdiente Kette gebastelt hat.

Töpfchen-Reim

War dein Kind auf dem Töpfchen? Dann legt los und singt zusammen den Töpfchen-Reim:

1,2,3, der Topf ist frei,

4,5,6, drin ist der Klecks

7,8,9, nun könn` wir uns freu`n

Noch mehr interessante Informationen über das Belohnen und den Umgang mit dem Töpfchen gibt es hier:

Töpfchen Training mit Belohnung – von Pampers

Und noch mehr Bücher

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